Blumenwunder

in den Unterricht der Kinder hinein erscheint Juan Diego.

In seinem Umhang lauter Blumen.

 

Diegos Lied der dritten Bischofsbegegnung

 

auf meinem Weg zu einem Priester

für meinen sterbenskranken Onkel

erscheint mir diese schöne Frau.

Geborgen im Schutz ihres Mantels

Geborgen in ihren gekreuzten Armen

verkündet mir ihr Mund:

Dein Onkel ist gesund.

und oben auf dem Tepeyac

seh ich die vielen Blumen blühen

in dieser kalten Jahreszeit

sie blühen dort,

an Steinen und an Disteln

wo sie sonst nie zu sehen

dort zum Gipfel sollt ich gehen.

auf dem Weg zum Tepeyac

hör ich wieder Vögel singen

sie singen dort,

wo sie sonst nie erklingen

und dann vom Himmel her

der wunderbare Klang

der überirdische Gesang.

dort oben von dem Tepeyac

vom bunten Blumenmeer

soll ich dir Blumen bringen

gradewegs hierher

Jede Blume hat mit eigener Hand

Maria hier hineingelegt

in mein Gewand

Juan Diego öffnet die Tilma, die Blumen fallen heraus, das Bildnis erscheint.

 

Alle fallen nieder.

 

Bischof: „Lass uns gehen, damit du uns zeigen kannst, wo wir nach dem Willen der Herrin des Himmels ihre Kapelle errichten sollen!“

 

Bischof und Juan Diego gehen zur Mittelbühne (Diegomarsch), treffen auf den inzwischen gesunden Onkel.

 

Diego: Die Jungfrau ist mir erschienen und sagte: du werdest gesund. Das hat mich getröstet.  

Bernadino: So war es. Sie erschien auch mir und sagte: du müsstest zum Bischof.

Diego: Sie hat ein Heiligtum erbeten, um den Armen ihr Erbarmen zu erweisen und ihnen nahe zu sein.

 

Bischof: „Hier auf dem Tepeyac, wo sie erschien, laßt uns nach dem Willen der Herrin des Himmels ihre Kapelle errichten und ihr Bildnis verehren.!“

 

Juan Diego, Bischof und Onkel etablieren die Tilma