Epilog

Auf der Mittelbühne steht der Erzähler (wie am Anfang)

Niemandem der Zweifler, der Neider oder gottlosen Regierungen Mexicos gelang es, dem Volk in den vergangenen Jahrhunderten das Herz auszureßen. Im Gegenteil: der Tepeyac, Mexuko und die Welt erlebten grandiose Feste der Begeisterung für die Jungfrau von Guadalupe:

1754 erhebt Papst Benedikt XIV sie zur Schutzherrin von Mexiko. Der 12. Dezember wird ihr Fest, heute ein Volksfest.

Papst Leo XIII krönt sie zur Königin

Papst Pius X erklärt sie zur Patronin ganz Lateinamerikas,

Papst Pius XI bekräftigt diese Ernennung.

Drei Mal besucht Papst Johannes Paul II. höchst personlich die Gottesmutter von Guadalupe,

spricht Juan Diego selig und 2002 heilig.

Juan Diego, der erste Heilige Amerikas, ein armer Indio.

(Und da waren sie wieder: die klelikalen Neider! Warum wird kein eifriger spanischer Missionar heiliggesprochen, sondern so ein völlig armseliger Indio. Es taucht sogar „das wahre Bild des Jan Diego auf“: ein weißer Mann mit Vollbart, so wie die spanischen Eroberer damals. Für die Indios eine Beleidigung. Aber es entschwand alsbald in der Kiste der ehrsüchtigen Erbärmlichkeit.)

Die Heiligsprechung von Juan Diego ist eine Verneigung vor der vernachlässigten Urbevölkerung, ein Signal der Kirche zur Solidarität mit den Armen, Schwachen und Ausgegrenzten sowie ihren Einsatz für soziale Gerechtigkeit.

Das Bild der Jungfrau stand auf dem Schreibtisch von Papst Johannes Paul, ihr Mosaik erstrahlt neben dem Petrusgrab.

Die Chöre, Stars und Künstler drängen sich in der Kathedrale, um der Jungfrau ihr Liebeslied zu singen. Ihr Bild befindet sich in Millionen Herzen.

 

alternativ

Auf der Mittelbühne steht der Erzähler (wie am Anfang)

 

Am 12. Dezember 1531 erschien das Abbild auf der Tilma des Indios Juan Diedo. am 26. Dezember wurde es zur neuen Kapelle auf dem Tepeyac gebracht.

Nach 116 Jahren kam das Bild unter Glas, - keine Schäden durch

Kerzen, Küsse, Berührungen u.s.w. auf der Tilma zu erkennen.

485 Jahre sind es nun schon her. Selbst Salpetersäure und ein

Bombenanschlag konnten dem Bild nichts anhaben. 13 Mal ist

die Tilma untersucht worden, davon 10 Mal im 20. Jahundert mit modernen technischen Mitteln, zuletzt vor der Jahrtausendwende. Immer das gleiche Ergebnis: ein farbiges Bild ohne Farbe, nicht gemalt, nicht gepinselt, nicht aufgetragen, nichts zu kopieren, nichts zu fälschen, und dann in einem Zustand, als sei das Bild und der Stoff von gestern.

Johannes Paul II besuchte als erster Papst der Geschichte die neue

Basilika der Jungfrau von Guadalupe, das war 1979.

1990 kommt er wiederum in die Basilika und spricht Juan Diego selig.

Am 31. Juli 2002 spricht Papst Johannes Paul II Juan Diego als ersten Indio der Welt heilig.

Das Bild der Virgin stand bei Johannes Paul II auf dem Schreibtisch. Es leuchtet als Mosaik direkt neben dem Petrusgrab und an vielen Orten der Erde.

Heute ist die Basilika der Jungfrau von Guadalupe der größte Wallfahrtsort der Welt. 21 Millionen Pilger besuchen jedes Jahr die Tilma, die Stars und Chöre kommen mit ihren Bands und Orchestern und singen vor dem Gnadenbild, die Menschen verehren die Virgin als Jungfrau und Gottesmutter der Armen, als Patronin von Mexiko, Lateinamerika und ganz Amerika, der Philippinen, der indigenen Völker und der Ungeborenen