Die Geschichte

1521 zerstörten die Spanier das Aztekenreich. Sie befreiten damit die umliegenden Völker von der Vorherrschaft der Azteken und deren blutigen Opferkulte. Mit den Eroberern kamen die Missionare (Franziskaner). Ihre Missionierung hatte wenig Erfolg. Die Indeos litten nun unter der Gewalt und Versklavung durch die Europäer. Mit dem Kreuz kam die Gier nach Gold.

Juan Diego, ein armer Campesino jedoch ließ sich 1525 taufen. 1528 wird der Franziskaner Juan de Zumarraga Bischof der neuen Welt, eingesetzt durch Kaiser Karl V im fernen Europa zum Schutz der einheimischen Bevölkerung vor den Eroberern. Sein ärgster Widersacher ist der Gouverneur Nuño Beltrán de Guzmán, der den Indios die Seele abspricht.

1537 anerkennt Papst Paul II, dass die Ureinwohner der neuen Welt wirkliche Menschen sind, imstande, den katholischen Glauben und die Sakramente zu empfangen.1531 teilt Juan Diego dem Bischof Zumarraga mit, die Gottesmutter sei ihm erschienen. Dieser lässt sich erst nach langem hin und her durch ein Blumenwunder und ein Abbild auf dem Gewand (Tilma) von Juan Diego überzeugen.

Das Bild der aztekisch anmutenden Maria trifft die Herzen der Indios. Massen lassen sich taufen, innerhalb weniger Jahre ist der ganze lateinamerikanische Kontinent katholisch.Das Bild auf dem Gewand wird heute noch in der neuen großen Kathedrale von Guadalupe (Nordrand von Mexico-Stadt) als Zeichen der Patronin Amerikas verehrt. Guadalupe ist der größte Wallfahrtsort der Welt mit 21.000.000 Besuchern pro Jahr. Juan Diego wurde als erster Ureinwohner Amerikas im Jahre 2002 von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen.

Die Botschaft

Die Begegnungen Juan Diegos mit der Gottesmutter wurden niedergeschrieben 1545 in der Sprache der Indianer von einem aztekischen Adeligen, der nach seiner Taufe den Namen Antonio Valeriano annahm. Nican Mopohua heißt die Niederschrift. Sie gilt als das Evangelium Mexicos.
Maria gibt sich zu erkennen als Mutter der Barmherzigkeit. Sie will den Armen, den Ausgebeuteten, den Indios und Campesinos beistehen. Das war etwas ganz anderes als das Kirchenchristentum, das die Urbevölkerung bisher bei den Spaniern beobachtet hatte. Sie möchte ihre ganze Liebe, ihr Mitleid, ihre Hilfe und ihren Schutz allen Menschen kundtun. Ihre Botschaft ist die Maxime für kirchliches Handeln zu jeder Zeit.