Die Szenenabfolge des Musicals

►Ein Erzähler berichtet vom Wunder des Marienbildes auf dem Umhang von Juan Diego.
►Jäh erinnert ein indianischer Tanz an die blutige Opferpraxis der Azteken.
►Cuauhtlatoazin (später Juan Diego) befindet sich mit seiner Frau (später Marie Lucia) auf dem Weg zu seinem Onkel Bernadino, bei dem er nach dem Tode seiner Eltern aufgewachsen ist, um ihm mitzuteilen, dass beide sich taufen lassen und die Ehe schließen wollen.
►Die Franziskanerpatres Toribio und Bernadino taufen in der Kirche von Tlateloco 12 Indios, darunter Cuauhtlatoazin und seine Frau.
►Spanische Eroberer überfallen eine Aztekenfamilie beim Abendessen und verschleppen sie.
►Bischof Zumarraga und Fray Francisco beraten über das Elend, das die brutalen Eroberer anrichten, und den Misserfolg der Mission.
►Der Gouverneur Nuño Beltrán de Guzmán stürmt in den Bischofspalast, erklärt die Indios zum Freiwild und droht dem Bischof, sich in seine Geschäfte einzumischen. Außerdem droht er seinem eigenen Sohn, der sich von seinem unmenschlichen Vater getrennt hat, und den er im Bischofshaus vermutet.
►Guzmán verschwindet und Bischof Zumarraga unterrichtet Fray Francisco über eine Beschwerde an den Kaiser, Guzman so schnell wie möglich abzusetzen.
►Kinder kommen in die Missionsschule und lernen das Pater noster.
►Pedro (der Sohn Guzmáns) und seine Geliebte, eine Aztekin namens Itotia (= der Tanz) tauschen sich aus. Die beiden verschwinden, denn plötzlich erscheint Nuño Beltrán de Guzmán und brüllt seinem Sohn hinterher.
►Juan Diego geht nach dem frühen Tod seiner Frau zurück zu seinem Onkel Bernadino. Dieser begrüßt ihn und nimmt ihn wieder zu sich auf.
►Juan Diego geht den Berg Tepeyac hinauf und begegnet der Gottesmutter. Diese beauftragt ihn, zum Bischof zu gehen. Der möge ihr eine Kapelle am Erscheinungsort einrichten. Juan Diego macht sich auf den Weg zum Bischof.
►Die Wachen des Bischofspalastes versperren Juan Diego den Weg. Schließlich wird er hereingebeten.
►Juan Diego trägt die Bitte der Gottesmutter vor. Der Bischof aber schickt ihn weg mit der Bemerkung, er soll noch einmal wiederkommen. Anschließend berät sich der Bischof mit seinen Vertrauten.
►Juan Diego geht erneut den Berg Tepeyac hinauf und begegnet wiederum der Gottesmutter. Diese beauftragt ihn erneut zum Bischof zu gehen. Juan Diego macht sich wieder auf den Weg zum Bischof.

►Die Wachen des Bischofspalastes versperren Juan Diego den Weg. Schließlich wird er doch wieder hereingebeten.
►Juan Diego trägt die Bitte der Gottesmutter erneut vor. Diesmal schickt ihn der Bischof weg mit der Bemerkung, er soll mit einem Zeichen wiederkommen, dass die Herrin des Himmels gerade ihn sendet. Anschließend berät sich der Bischof mit seinen Vertrauten.
►Juan Diego geht wieder den Berg Tepeyac hinauf. Beim dritten Anlauf legt Maria ihm Blumen in das Gewand (Tilma), die dort überhaupt nicht wachsen, erst recht nicht zu der winterlichen Jahreszeit.
Diese Blumen soll er als Zeichen vor dem Bischof ausschütten. Juan Diego macht sich wieder auf den Weg zum Bischof.
►Die Kinder kommen unterdessen wieder zum Unterricht. Diesmal lernen sie das Ave Maria. Der Bischof und seine Vertrauten hören sich das an.
►Die Wachen des Bischofspalastes versperren Juan Diego den Weg. Schließlich wird er doch wieder hereingebeten. Und wird umringt von den Kindern. Er tritt vor den Bischof, schüttet die Blumen aus und auf seinem Gewand erscheint das Bild der Jungfrau Maria. Alles versinkt in Staunen und Ehrfurcht.
►Alle ziehen zum Ort der Erscheinungen. Unterwegs begegnen sie dem genesenen Onkel Bernadino, der ebenfalls von seiner Erscheinung und Heilung durch die Jungfrau Maria erzählt.
►Auf dem Hügel angekommen, legt der Bischof den Grundstein. Alle verehren und beten. Die Kinder singen vor dem Bild das frisch eingeübte Ave Maria. Es wird Nacht, die Leute gehen nach Hause.
►Pedro und Itotia nähern sich im Schutz der Dunkelheit mit einer Fackel dem Bild, erkennen in Maria die Mutter Gottes und die Mutter der Barmherzigkeit. Sie glauben an eine neue Zeit. Itotia will sich nun auch taufen lassen. Inzwischen kommen immer mehr Menschen mit Kerzen, die das Gnadenbild verehren.
►Fray Francisco berichtet dem Bischof über die Massen, die sich nun taufen lassen. Der Bischof begegnet zurückhaltend. Er weiß, wie neidisch einige seiner Priesterkollegen auf das Wunder von Guadalupe sind, weil sie mit ihrer eigenen Missionierung so erfolglos waren.
►Es kommen auch Musikgruppen, die singen und spielen vor dem Bild.

►Zeitsprung: 1921, Hl. Messe in der Kathedrale der Maria von Guadalupe. Während des Gottesdienstes explodiert eine Bombe, die in einer Vase unter dem Marienbild deponiert war. Vieles wurde zerstört, das Bild nicht. Und es gab keine Verletzten.
►Der Erzähler berichtet, was in den folgenden Jahrhunderten geschah, dass Juan Diego 2002 von Papst Johannes Paul II als erster Ureinwohner Amerikas heilig gesprochen worden ist und Guadalupe der größte Wallfahrtsort der Welt ist.
►Finale: Las mañanitas, so heißt das weltbekannte mexikanische Geburtstagsständchen, das der Virgin am 12. Dezember gesungen wird, vom Volk, von Künstlern, - und das Volk tanzt auf den Plätzen und Straßen bekleidet mit dem Abbild der Virgin.